Bildungs-Tauschmarkt


Die gesellschaftliche Version unseres Bildungssystems, insbesondere der Schule, wird von deren Mitgliedern überwiegend als Bildungs-Tauschmarkt gehandelt: Ware gegen Ware, Leistungen gegen Aktien mit einem bestimmten Wert.
Unsere gesellschaftliche Konstruktion beruht auf der Annahme, Wissen sei durch Rituale der Leistungsbemessung objektiv feststellbar und Symbole, wie z. B. Zeugnisse und Noten, würden als Aktien zum Einlass in die nächst höhere Tauschmarkstufe berechtigen.
Lehrende erbringen didaktische Morpheme (für Geld), Schüler erstellen Wissensprodukte – oder sie tun es nicht.
Diese Wissensprodukte werden in Form eines symbolischen Verfahrens – meist als Hersagen von reproduziertem Wissen – abstrahiert, kontrollierbar und vergleichbar gemacht und bewertet.
Der Vorgang der Bewertung ist willkürlich. D. h. nicht der Lernende selbst als Hersteller bewertet seinWissensprodukt, sondern derjenige, der die Anforderung stellt, der Lehrende.Die von ihm ausgegebene „Aktie“ wird in der Gegenwart ausgestellt, innerhalb des Systems eingeschätzt und beim Lernenden für eine unsichere Zukunft aufgespart.
 
 
In einer SUBJEKTIVEN DIDAKTIK sollte jede Beurteilung mit folgenden Methoden erfolgen:
  • mit Methoden der Beobachtung
  • mit Methoden der Selbstbeurteilung
  • mit Methoden der Kommunikation


Edmund Kösel: ABC der Subjektiven Didaktik
Edmund Kösel: Die Modellierung von Lernwelten, 3 Bände, SD-Verlag Bahlingen

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